Wichtigkeit vom Säure-Basen-Haushalt wird unterschätzt

05. 3.2011 07:19h, 0 Kommentare

 

Viele Leute die abnehmen wollen machen eine Diät oder treiben Sport. Eine sehr gute Wahl wäre eine Ernährungsumstellung. Trotz allem wird ein wichtiger Faktor meist ausser acht gelassen: der Säure-Basen-Haushalt des Körpers.

Das Verhältnis von Säuren zu Basen ist für die Funktion aller Stoffwechselvorgänge im Organismus von großer Bedeutung. Für einen normalen Stoffwechsel ist ein Gleichgewicht zwischen Säuren und Basen erforderlich. Dieses Gleichgewicht ist entscheidend für die Struktur und Funktion von Proteinen, die Permeabilität von Membranen, die Verteilung von Elektrolyten sowie die Funktion des Bindegewebes.

Damit die vielfältigen Prozesse in unserem Körper geregelt ablaufen können, muß der pH-Wert des Blutes sowie der extra- und intrazellulären Kompartimente unter allen Umständen innerhalb einer geringen Schwankungsbreite konstant gehalten werden. Dazu sind verschiedene Puffersysteme (Regulationssysteme, die Säure- bzw. Basenüberschüsse kompensieren) vorhanden, die ständig entsprechend der aktuellen Säure- bzw. Basenbelastung des Organismus in Anspruch genommen werden.

 

 

Wie äußert sich eine chronische Übersäuerung des Organismus?
Aufgrund einer unzureichenden Pufferkapazität des Blutes und des Extra- und Intrazellulärraumes kann der Körper die anfallenden Säuren nicht vollständig eliminieren. Kommt es langfristig nicht zu einer Kompensation der Säurebelastung, kann sich dies negativ auf den Calciumhaushalt und damit auf die Knochenstruktur auswirken. Auch Ablagerungen von sauren Verbindungen im Bindegewebe können die Folge sein. Anzeichen einer Übersäuerung sind Konzentrationsschwäche, Antriebslosigkeit und Müdigkeit.

Welche Nahrungsmittel sind basisch?

Einen Basenüberschuß weisen vor allem frisches Obst und Gemüse auf. Auch die meisten Milchprodukte (mit einem hohen Molkeanteil) sind basenüberschüssig. Mit unserem SB-Rechner (bei Ernährung) können Sie Beispielberechnungen für eine Vielzahl von häufig verzehrten Lebensmitteln durchführen.

Wie weist man eine Übersäuerung nach?

Am leichtesten zugänglich ist der Urin-pH. Durch die Bestimmung eines Tagesprofils (Sander-Methode) anhand sog. Aziditätsquotienten läßt sich eine Aussage über den aktuellen Säure-Basen-Status treffen. Die Methode verlangt allerdings aufgrund der starren Urinsammelzeiten einige Disziplin und muß von einem Speziallabor ausgewertet werden. Besonders aussagekräftig ist die Bestimmung der Pufferkapazität der Erythrozyten nach der Methode von Jörgensen, bei der eine entsprechend vorbehandelte Blutprobe einer Säure-Basen-Titration unterworfen wird. Die ermittelte Pufferkapazität erlaubt einen Rückschluß auf die Basenreserven des Körpers.

Welche Ursachen liegen einer Übersäuerung zugrunde?

Hauptursache für die Entstehung einer chronischen Übersäuerung ist in erster Linie der übermäßige Verzehr von Eiweiß, das aufgrund seines Schwefelgehaltes in der Regel "sauer" verstoffwechselt wird. Mit der üblichen Mischkost belasten wir den Organismus mit einem täglichen Protonenüberschuß von 50-100 mmol. Auch mangelnde körperliche Aktivität (Sauerstoffmangel) führt über anaerobe Stoffwechselvorgänge zu einer vermehrten Säureproduktion.

 

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